Ein Gelenk ist eine bewegliche Verbindung zwischen zwei oder mehreren Knochen. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen echten Gelenken (Diarthrosen), bei denen ein Gelenkspalt vorhanden ist, und unechten Gelenken (Synarthrosen), bei denen die Knochen durch Bindegewebe, Knorpel oder Knochenmaterial direkt verbunden sind. Letztere sind nur sehr eingeschränkt beweglich, während echte Gelenke – abhängig von ihrem Aufbau – einen deutlich größeren Bewegungsumfang ermöglichen.
Echte Gelenke bestehen typischerweise aus Gelenkflächen, einer Gelenkkapsel und Gelenkflüssigkeit (Synovia). Ergänzt werden sie durch Hilfsstrukturen wie Menisken, Disci oder Bänder. Je nach Anzahl der Bewegungsachsen unterscheidet man verschiedene Gelenktypen: Einachsige Gelenke wie Scharnier- oder Radgelenke erlauben einfache Bewegungen wie Beugen und Strecken oder Rotation. Zwei- und drei-achsige Gelenke – etwa Eigelenk, Sattelgelenk oder Kugelgelenk – ermöglichen komplexere Bewegungsabläufe, wie sie z. B. in Schulter oder Hüfte vorkommen. Zusätzlich existieren Sonderformen wie Amphiarthrosen und plane Gelenke mit eingeschränkter Beweglichkeit.
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Quellen
Aumüller G, Aust G, Engele J, et al. Anatomie. 5th ed. Stuttgart: Thieme; 2020. doi.org/10.1055/b-007-170976.
Schünke M, Schulte E, Schumacher U. Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem: 2074 Illustrationen, 183 Tabellen. 5th ed. Stuttgart ; New York: Georg Thieme Verlag; 2018. doi.org/10.1055/b-006-149643.
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