Der Atemzyklus umfasst die rhythmisch ablaufenden Phasen der Inspiration (Einatmung), Exspiration (Ausatmung) und der Atemruhelage. In der Atemruhelage herrscht ein Gleichgewicht zwischen der Rückstellkraft der Lunge (nach innen gerichtet) und der Ausdehnungskraft des Thorax (nach außen gerichtet), wodurch ein stabiler Unterdruck im Pleuraspalt entsteht. Dieser Unterdruck koppelt die Lungenbewegung mechanisch an den Thorax und verhindert deren Kollaps.
Die Inspiration ist ein aktiver Vorgang: Das Zwerchfell kontrahiert und flacht ab. Zusätzlich heben die äußeren Zwischenrippenmuskeln die Rippen an. Das Ergebnis ist eine Vergrößerung des Thoraxraums und eine Veränderung der Druckverhältnisse. Die Exspiration erfolgt in Ruhe passiv durch die elastischen Rückstellkräfte der Lunge; bei Belastung wird sie durch Kontraktion der Atemhilfsmuskulatur aktiv unterstützt.
Zusatzmaterial
🔐 Werde Mitglied und erhalte Zugriff auf detaillierte Zusammenfassungen, alle Grafiken aus dem Video, Handouts, Übungen und mehr.
👉 Hier gehts weiter zur Anmeldung
Quellen
Brandes R, Lang F, Schmidt RF. Physiologie des Menschen: mit Pathophysiologie : mit 850 Farbabbildungen. 32nd ed. (Brandes R, Lang F, Schmidt RF, eds.). Berlin ; [Heidelberg]: Springer; 2019.
Pape H-C, Kurtz A, Silbernagl S, eds. Physiologie. 10th ed. Stuttgart ; New York: Thieme; 2023. doi:10.1055/b000000639.
Speckmann E-J, Hescheler J, Köhling R, Alzheimer C. Physiologie: das Lehrbuch. 7th ed. (Speckmann E-J, Hescheler J, Köhling R, eds.). München: Elsevier, Urban & Fischer; 2019.
Hinweis
Die auf dieser Website bereitgestellten Inhalte dienen ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und richten sich insbesondere an Studierende und Fachpersonal im Gesundheitswesen. Sie ersetzen nicht die Beratung, Diagnose oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärztinnen und Ärzte oder andere medizinische Fachpersonen.
