Der Schädel dient dem Schutz des Gehirns, der Sinnesorgane sowie als Ansatzfläche für Kaumuskulatur und mimische Muskulatur. Anatomisch wird er in ein Neurocranium (Gehirnschädel) und ein Viscerocranium (Gesichtsschädel) gegliedert. Über Suturen (Schädelnähte) sind die einzelnen Knochen miteinander verbunden. Die meisten Suturen verknöchern erst im frühen bis mittleren Erwachsenenalter, wodurch der Schädel zunächst eine gewisse Anpassungsfähigkeit behält.
Das Neurocranium umfasst Schädeldach und Schädelbasis und schützt das Gehirn; die Schädelkalotte besitzt einen typischen dreischichtigen Aufbau aus Lamina externa, Diploe und Lamina interna. Die Schädelbasis lässt sich von innen in vordere, mittlere und hintere Schädelgrube einteilen und weist zahlreiche Foramina und Durchtrittsstellen für Nerven und Gefäße auf. Das Viscerocranium bildet das knöcherne Gerüst des Gesichts mit Strukturen der Nasen-, Mund- und Augenhöhle.
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Quellen
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