Fontanellen sind bindegewebige Bereiche am Schädel von Neugeborenen, an denen die Schädelknochen noch nicht knöchern miteinander verbunden sind. Sie sind dabei als tastbare „weiche Stellen“ erkennbar. Man unterscheidet den Fonticulus anterior (große Fontanelle), den Fonticulus posterior (kleine Fontanelle) sowie die seitlichen Fonticulus sphenoidalis und Fonticulus mastoideus.
Funktionell ermöglichen Fontanellen die Verformbarkeit des kindlichen Schädels während der Geburt und dienen dabei – insbesondere der Fonticulus posterior – als Orientierungspunkt zur Beurteilung der Kopflage. Zudem erlauben sie das Mitwachsen des Schädels mit dem rasch wachsenden Gehirn nach der Geburt.
Zusammenfassung
Allgemeines
- Schädelbereiche beim Neugeborenen mit straffem Bindegewebe statt Knochen
- Tastbare „weiche Stellen“ am Kopf
- Spätere Verknöcherung, im Kindesalter zunehmender Verschluss
- Lage: Kreuzungspunkte mehrerer Suturen

Lage der Fontanellen
Fonticulus anterior (Große Fontanelle, Stirnfontanelle)
Funktion
Erleichterung der Geburt
- Ermöglicht Verformbarkeit des Schädels → Knochen gegeneinander verschieblich
- Klinische Relevanz: Fonticulus posterior dient als Orientierungspunkt während der Geburt
- Liefert Informationen über die Lage des Kopfes im Becken
Schädelwachstum
- Schnelles Wachstum des Gehirns nach der Geburt
- Schädel muss in der Lage sein, mitzuwachsen
- Ermöglicht durch Fontanellen und Suturen (Schädelnähte)
Verschlusszeiten
Quellen
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