Die Basalganglien sind eine Gruppe subkortikaler Kerngebiete, die motorische Areale des Kortex über den Thalamus modulieren. Ihre Hauptfunktion liegt in der Selektion erwünschter und der Hemmung unerwünschter Bewegungsprogramme. Zu den Basalganglien zählen je nach Definition das Striatum (Ncl. caudatus + Putamen), der Globus pallidus, die Substantia nigra und der Nucleus subthalamicus dazu.
Funktionell unterscheidet man einen direkten und einen indirekten Weg: Der direkte Weg fördert Bewegungen durch Disinhibition des motorischen Thalamus, der indirekte Weg hemmt Bewegungen. Dopamin aus der Substantia nigra pars compacta wirkt dabei doppelt bewegungsfördernd: über D1-Rezeptoren wirkt es aktivierend auf den direkten Weg und über D2-Rezeptoren hemmend auf den indirekten Weg. Bei Morbus Parkinson führt ein Dopaminmangel zum Ungleichgewicht beider Wege mit Überwiegen der Hemmung. Klinisch zeigt sich dies in der typischen Parkinson-Trias: Bradykinese, Rigor und Ruhetremor.
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Quellen
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Schmidt RF, Lang F, Heckmann M, eds. Physiologie des Menschen: mit Pathophysiologie : mit Online-Repetitorium. 31st ed. Berlin ; [Heidelberg]: Springer; 2017.
Speckmann E-J, Hescheler J, Köhling R, Alzheimer C. Physiologie: das Lehrbuch. 7th ed. (Speckmann E-J, Hescheler J, Köhling R, eds.). München: Elsevier, Urban & Fischer; 2019.
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