Die Meiose ist ein spezieller Zellteilungsprozess, der ausschließlich in den Keimdrüsen (Ovarien und Hoden) stattfindet. Ziel ist die Bildung von vier haploiden Keimzellen (Spermien oder Eizellen) aus einer diploiden Ausgangszelle. Die Meiose besteht aus zwei aufeinanderfolgenden Teilungen: der Reduktionsteilung (1. Reifeteilung) und der Äquationsteilung (2. Reifeteilung).
In der 1. Reifeteilung werden homologe Chromosomen getrennt. Sie beginnt mit einer komplexen Prophase I, in der das Crossing-over stattfindet. Dabei findet ein genetischer Austausch zwischen homologen Chromosomen statt, der die genetische Vielfalt der entstehenden Keimzellen erhöht. Nach Metaphase I, Anaphase I und Telophase I entstehen zwei Zellen mit je einem haploiden Chromosomensatz (1n2C).
In der 2. Reifeteilung, die der Mitose ähnelt, werden die Schwesterchromatiden voneinander getrennt. Nach Abschluss der Meiose liegen vier genetisch einzigartige Zellen mit einfachem Chromosomensatz (1n1C) vor. Die Meiose ist somit essenziell für die geschlechtliche Fortpflanzung und die genetische Vielfalt.
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Quellen
Heinrich PC, Müller M, Graeve L, Koch H-G, eds. Löffler/Petrides Biochemie und Pathobiochemie. 10th ed. Berlin: Springer; 2022. doi:10.1007/978-3-662-60266-9.
Lüllmann-Rauch R, Asan E. Taschenlehrbuch Histologie. 6th ed. Stuttgart ; New York: Georg Thieme Verlag; 2019. doi:10.1055/b-006-163361.
Welsch U, Kummer W, Deller T. Histologie: Zytologie, Histologie und mikroskopische Anatomie : das Lehrbuch. 6th ed. München: Elsevier; 2022.
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