Die Mandibula (Unterkiefer) ist der einzige bewegliche Knochen des Schädels und gehört zum Viscerocranium. Sie ist über das Kiefergelenk (Art. temporomandibularis) mit dem Os temporale verbunden und spielt eine zentrale Rolle beim Kauen sowie Sprechen . Anatomisch gliedert sie sich in den horizontalen Corpus mandibulae, den aufsteigenden Ramus mandibulae sowie den dazwischenliegenden Angulus mandibulae.
Charakteristisch sind zudem altersabhängige Veränderungen des Unterkieferwinkels, der sich von einem stumpfen Winkel beim Neugeborenen zu einem steileren Winkel beim Erwachsenen und im hohen Alter wieder zu einer stumpferen Form verändert.
Zusammenfassung
Allgemeines
- Einziger beweglicher Knochen des Schädels (Ausnahme: Gehörknöchelchen)
- Bewegliche Verbindung mit dem Os temporale über das Kiefergelenk (Art. Temporomandibularis)
- Aufgebaut aus:
- Corpus mandibulae (Unterkieferkörper) → Horizontaler Anteil
- Ramus mandibulae (Unterkieferast) → Aufsteigender Anteil
- Anglus mandibulae (Unterkieferwinkel) → Übergangsbereich zwischen beiden Anteilen


Corpus mandibulae
Wichtige Strukturen (Außenseite)
Ramus mandibulae
Wichtige Strukturen
- Processus coronoideus
- Vorderer Fortsatz
- Ansatz für M. temporalis
- Processus condylaris
- Hinterer Fortsatz
- Bestandteil des Kiefergelenks
- Unterteilt in Caput mandibulae und Collum mandibulae (mit Fovea pterygoidea auf der Innenseite)
- Incisura mandibulae
- Foramen mandibulae
- Innenseite des Ramus
- Eingang des Canalis mandibulae (Alveolarkanal) → Canalis mandibulae verläuft im Knochen → Endet am Foramen mentale
- N. alveolaris inferior (N. mandibularis, V3) verläuft durch Foramen mandibulae und Canalis mandibulae
- Klinische Bedeutung für Leitungsanästhesie beim Unterkiefer
Altersabhängige Veränderungen
Form der Mandibula verändert sich im Laufe des Lebens:
Quellen
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Drenckhahn D, Waschke J, eds. Taschenbuch Anatomie. 3rd ed. München: Elsevier; 2020.
Schünke M, Schulte E, Schumacher U. Kopf, Hals und Neuroanatomie. 5th ed. Stuttgart ; New York: Georg Thieme Verlag; 2018.
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