Betablocker sind eine häufig eingesetzte Wirkstoffgruppe zur Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, KHK oder Tachykardien. Sie blockieren kompetitiv ß-Adrenozeptoren und hemmen damit die Wirkung von Adrenalin und Noradrenalin. Dabei unterscheidet man zwischen unselektiven Betablockern (z. B. Propranolol, Carvedilol) und selektiven ß₁-Blockern (z. B. Bisoprolol, Metoprolol, Nebivolol), wobei letztere bevorzugt am Herzen wirken. Typische Effekte am Herzen sind eine Senkung der Frequenz, Kontraktilität, Leitungsgeschwindigkeit und Erregbarkeit. Zusätzlich kann durch die Blockade von ß₁-Rezeptoren auch die Reninfreisetzung in der Niere gehemmt werden.
Zusatzmaterial
Quellen
Aktories K, Flockerzi V, Förstermann U, Hofmann F. Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie: Lehrbuch und Nachschlagewerk für Studierende der Medizin, Zahnmedizin, Pharmazie und Veterinärmedizin, für Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Tierärzte sowie für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verwandter Disziplinen. 13th ed. (Aktories K, Flockerzi V, Förstermann U, Hofmann F, eds.). München: Elsevier; 2022.
Freissmuth M, Offermanns S, Böhm S. Pharmakologie und Toxikologie: von den molekularen Grundlagen zur Pharmakotherapie. 4th ed. Berlin: Springer; 2024. doi:10.1007/978-3-662-68470-2.
Dellas C. Kurzlehrbuch Pharmakologie. 3rd ed. München: Elsevier; 2022.
Ludwig W-D, Mühlbauer B, Seifert R, eds. Arzneiverordnungs-Report 2024: aktuelle Daten, Kosten, Trends und Kommentare. Berlin: Springer; 2025. doi:10.1007/978-3-662-70594-0.
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