Die Rotatorenmanschette ist ein funktionelles System aus vier Muskeln, das den Humeruskopf eng umgibt und zentriert. Beteiligt an der Ausbildung der Rotatorenmanschette sind der M. supraspinatus, M. infraspinatus, M. teres minor und M. subscapularis. Diese Muskeln verlaufen manschettenartig um das Gelenk und bilden gemeinsam eine aktive Sicherungseinheit.
Sie spielt eine entscheidende Rolle bei der Stabilisierung des Schultergelenks (Articulatio humeri), das aufgrund seiner großen Beweglichkeit und gleichzeitig geringen knöchernen Führung besonders anfällig für Instabilitäten und Luxationen ist. Neben der Bewegungskontrolle tragen die Muskeln auch zur mechanischen Verstärkung der Gelenkkapsel bei, indem einige Fasern direkt in diese einstrahlen.
Zusammenfassung
Definition
- Das Schultergelenk (Articulatio humeri) ist das beweglichste Gelenk im menschlichen Körper
- Diese hohe Beweglichkeit ergibt sich durch:
- eine kleine Gelenkpfanne
- und einen großen Humeruskopf
- Dadurch besteht allerdings eine erhöhte Gefahr für Instabilitäten und Luxationen
- Um dem entgegenzuwirken, braucht es eine muskuläre Sicherung → hier kommt die Rotatorenmanschette ins Spiel

- Die Rotatorenmanschette besteht aus vier Muskeln, die den Humeruskopf manschettenartig umgreifen und zentrieren:
- M. supraspinatus
- M. infraspinatus
- M. teres minor
- M. subscapularis
- Sie verlaufen eng um den Humeruskopf und sind sowohl für die Feinsteuerung der Bewegungen als auch für die Stabilisierung des Schultergelenks verantwortlich
- Einige Muskelfasern strahlen direkt in die Gelenkkapsel ein → dadurch wird diese verstärkt und vor Einklemmung geschützt
M. supraspinatus
Quellen
Aust G, Engele J, Kirsch J, Mayerhofer A, Mense S, Salvetter J. Anatomie. 6th ed. Stuttgart: Thieme; 2025.
Paulsen F, Waschke J, eds. Allgemeine Anatomie und Bewegungsapparat. 25th ed. München: Elsevier; 2022.
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