Somiten sind paarige, segmental angeordnete Zellansammlungen, die sich ab der dritten Entwicklungswoche aus dem paraxialen Mesoderm bilden. Sie entstehen zunächst in der mittleren Region des Embryos und entwickeln sich in kranio-kaudaler Richtung weiter. Insgesamt entstehen etwa 40 Somitenpaare. Sie bilden die Grundlage für die segmentale Organisation des Körpers, insbesondere von Haut, Muskulatur und Skelettanteilen.
Im Verlauf untergliedert sich jeder Somit in drei funktionell unterschiedliche Abschnitte: Das Sklerotom entwickelt sich zum Achsenskelett, also zu Wirbeln, Rippen sowie Bändern und Sehnen der Wirbelsäule. Das Myotom bildet die quergestreifte Skelettmuskulatur. Es gliedert sich in einen dorsalen Epimer, aus dem die spätere autochthone Rückenmuskulatur entsteht und einen ventralen Hypomer, aus dem die Rumpf- und Extremitätenmuskulatur hervorgeht. Das Dermatom trägt zur Bildung der Dermis und Subcutis bei, nicht jedoch zur Epidermis (Ektoderm!). Die segmentale Anordnung bleibt insbesondere an den Dermatomen des Rumpfes funktionell sichtbar.
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Quellen
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Gilbert SF. Developmental Biology. 6th ed. Sunderland (MA): Sinauer Associates; 2000. Paraxial Mesoderm: The Somites and Their Derivatives. Zugriff am 04. Februar 2024. Verfügbar unter: Link
Moore KL, Persaud TVN, Torchia MG. Embryologie: Entwicklungsstadien, Frühentwicklung, Organogenese, Klinik. 6th ed. München: Elsevier, Urban & Fischer; 2013.
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Ulfig N, Brand-Saberi B. Kurzlehrbuch Embryologie. 3rd ed. Stuttgart ; New York: Georg Thieme Verlag; 2017.
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