Die Mitose ist ein zentraler Vorgang im Zellzyklus, bei dem eine Mutterzelle zwei genetisch identische Tochterzellen bildet. Jede Tochterzelle erhält einen vollständigen diploiden Chromosomensatz. Die Mitose ermöglicht Wachstum, Geweberegeneration und ungeschlechtliche Fortpflanzung im menschlichen Organismus.
Der Ablauf gliedert sich in mehrere Phasen: In der Prophase kondensiert die DNA zu Chromosomen, und der Spindelapparat beginnt sich zu bilden. Während der Prometaphase zerfällt die Kernhülle, und die Chromosomen bewegen sich zur Äquatorialebene. In der Metaphase sind alle Chromosomen dort angeordnet und der M-Kontrollpunkt prüft, ob sie korrekt an die Spindelfasern gebunden sind. In der Anaphase werden die Schwesterchromatiden getrennt und zu den Zellpolen gezogen. Die Telophase schließt mit der Neubildung der Kernhüllen und der Dekondensation der Chromosomen ab. Die Teilung des Zellplasmas (Zytokinese) schließt die Mitose ab
Zusammenfassung
Definition
- Die Mitose ist ein essenzieller Bestandteil des Zellzyklus
- Sie beschreibt die Aufteilung des genetischen Materials auf zwei identische Tochterzellen
- Jede Tochterzelle erhält einen vollständigen diploiden Chromosomensatz (2n2C)
- Ermöglicht somit z.B. Wachstum, Regeneration und ungeschlechtliche Reproduktion im menschlichen Organismus
Phasen der Mitose

Störung der Mitose (Spindelgifte)
- Spindelgifte hemmen Auf- und Abbau der Mikrotubuli während der Mitose
- Verhindern die Chromosomenbewegung → Teilung der Zelle nicht mehr möglich
- Beispiele: Colchicin, Vincristin
Quellen
Heinrich PC, Müller M, Graeve L, Koch H-G, eds. Löffler/Petrides Biochemie und Pathobiochemie. 10th ed. Berlin: Springer; 2022. doi:10.1007/978-3-662-60266-9.
Lüllmann-Rauch R, Asan E. Taschenlehrbuch Histologie. 6th ed. Stuttgart ; New York: Georg Thieme Verlag; 2019. doi:10.1055/b-006-163361.
Welsch U, Kummer W, Deller T. Histologie: Zytologie, Histologie und mikroskopische Anatomie : das Lehrbuch. 6th ed. München: Elsevier; 2022.
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