Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol oder Pantoprazol hemmen irreversibel die H⁺/K⁺-ATPase in den Belegzellen des Magens und senken so effektiv die Magensäureproduktion. Sie wirken als Prodrugs und werden erst im sauren Milieu der Belegzellen aktiviert. Eingesetzt werden sie z.B. bei Ulzera, Refluxkrankheit, Helicobacter-pylori-Eradikation und beim Zollinger-Ellison-Syndrom. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung. Bei Langzeittherapie können ein Nährstoffmangel, ein erhöhtes Frakturrisiko sowie Infektionen auftreten. Eine strenge Kontraindikationen ist eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff.
Zusammenfassung
Vertreter
Wichtige Vertreter:
- Omeprazol
- Pantoprazol
- Esomeprazol
💡 Merke: Typische Endung der Protonenpumpenhemmer ist „-prazol“
Wirkmechanismus
Pharmakokinetik
- Prodrugs: Aktivierung erst in den Belegzellen
- Resorption als inaktive Form im Dünndarm → über das Blut zu den Belegzellen
- Plasmahalbwertszeit: ca. 1–3 Stunden
- Wirkdauer: deutlich länger → durch irreversible Enzymhemmung
- Metabolisierung: Umbau in der Leber zur inaktiven Form (CYP-System) → Ausscheidung renal
Indikationen
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
- Mit Vorsicht: Schwere Leberfunktionsstörung
Quellen
Behrends JC, Bischofberger J, Deutzmann R, Ehmke H, Frings S. Physiologie. 4th ed. Stuttgart: Thieme; 2021. doi:10.1055/b000000462.
Dellas C. Kurzlehrbuch Pharmakologie. 3rd ed. München: Elsevier; 2022.
Freissmuth M, Offermanns S, Böhm S. Pharmakologie und Toxikologie: von den molekularen Grundlagen zur Pharmakotherapie. 4th ed. Berlin: Springer; 2024. doi:10.1007/978-3-662-68470-2.
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