Die Lungenvolumina bezeichnen einzelne Luftmengen, die in verschiedenen Phasen des Atemzyklus ein- oder ausgeatmet werden. Dazu zählen das Atemzugvolumen (AZV, ca. 500 ml), das inspiratorische Reservevolumen (IRV, ca. 2,5 L), das exspiratorische Reservevolumen (ERV, ca. 1,5 L) sowie das Residualvolumen (RV, ca. 1,5 L), das auch nach maximaler Ausatmung in der Lunge verbleibt. Diese Werte basieren auf einem gesunden jungen Erwachsenen.
Lungenkapazitäten ergeben sich durch Kombination dieser Volumina. Die Vitalkapazität (VC) entspricht der maximal ausatembaren Luftmenge nach tiefster Einatmung. Die totale Lungenkapazität (TLC) schließt auch das Residualvolumen mit ein. Für die Diagnostik werden meist Spirometrie (zur Messung mobilisierbarer Volumina) und die Bodyplethysmografie (zur vollständigen Volumenerfassung inkl. RV) verwendet.
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Quellen
Brandes R, Lang F, Schmidt RF. Physiologie des Menschen: mit Pathophysiologie : mit 850 Farbabbildungen. 32nd ed. (Brandes R, Lang F, Schmidt RF, eds.). Berlin ; [Heidelberg]: Springer; 2019.
Pape H-C, Kurtz A, Silbernagl S, eds. Physiologie. 10th ed. Stuttgart ; New York: Thieme; 2023. doi:10.1055/b000000639.
Speckmann E-J, Hescheler J, Köhling R, Alzheimer C. Physiologie: das Lehrbuch. 7th ed. (Speckmann E-J, Hescheler J, Köhling R, eds.). München: Elsevier, Urban & Fischer; 2019.
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