Die Befruchtung beginnt mit der Wanderung der Spermien durch den weiblichen Genitaltrakt. Im Eileiter durchlaufen sie eine funktionelle Reifung (Kapazitation), die sie zur Befruchtung befähigt. Nach dem Kontakt mit der Eizelle lösen sie durch Enzyme die Zellhüllen auf und ein einzelnes Spermium verschmilzt schließlich mit der Eizelle. Daraufhin wird ein Mechanismus ausgelöst, der weitere Spermien am Eindringen hindert (Polyspermieblock). Die Chromosomen des mütterlichen und väterlichen Vorkerns ordnen sich am Ende in einem gemeinsamen Spindelapparat an, und es entsteht die Zygote – die erste Zelle des neuen Organismus.
Während der Passage durch den Eileiter teilt sich die Zygote mehrfach, bis ein kompakter Zellverband (Morula) entsteht. Daraus entwickelt sich die Blastozyste, die sich etwa am 6. bis 7. Tag nach der Befruchtung in die Gebärmutterschleimhaut einnistet. Der Trophoblast, die äußere Zellschicht, dringt mithilfe von Enzymen in das Endometrium ein und ermöglicht so eine stabile Verankerung. Die innere Zellmasse (Embryoblast) wird später den Embryo bilden. Dieser Prozess legt den Grundstein für die weitere embryonale Entwicklung.
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Quellen
Aumüller G, Aust G, Engele J, et al. Anatomie. 5th ed. Stuttgart: Thieme; 2020.
embryology.ch. Befruchtung. In: Human-Embryologie. Modul 4. Zugriff am 07. Juli 2022. Verfügbar unter: Link
embryology.ch. Vorimplantation. In: Human-Embryologie. Modul 5. Zugriff am 07. Juli 2022. Verfügbar unter: Link
Moore KL, Persaud TVN, Torchia MG. Embryologie: Entwicklungsstadien, Frühentwicklung, Organogenese, Klinik. 6th ed. München: Elsevier, Urban & Fischer; 2013.
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