Die unspezifische Immunantwort ist der angeborene Teil des Immunsystems und stellt die erste Verteidigungslinie gegen Pathogene dar. Sie reagiert schnell, jedoch ohne spezifische Erkennung einzelner Erreger. Zu den Schutzmechanismen gehören physikalische Barrieren (Haut, Schleimhäute), zelluläre Komponenten wie neutrophile und eosinophile Granulozyten, Makrophagen und natürliche Killerzellen, sowie humorale Faktoren wie das Lysozym und das Komplementsystem. Diese Abwehr wirkt sowohl gegen Bakterien als auch gegen Viren, Pilze und Parasiten.
Zentrale Prozesse sind Phagozytose, Zytokinfreisetzung, Chemotaxis und Zelllyse. NK-Zellen erkennen entartete oder virusinfizierte Zellen anhand fehlender MHC-I-Moleküle. Makrophagen übernehmen zudem eine Brückenfunktion zur spezifischen Abwehr durch Antigenpräsentation. Das Komplementsystem wird über verschiedene Wege aktiviert und endet in der Bildung des Membranangriffskomplexes (MAC), der Zielzellen zerstört.
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Quellen
Behrends JC, Bischofberger J, Deutzmann R, Ehmke H, Frings S. Physiologie. 4th ed. Stuttgart: Thieme; 2021. doi:10.1055/b000000462.
Brenner B. Physiologie. 9th ed. (Pape H-C, Kurtz A, Silbernagl S, eds.). Stuttgart ; New York: Georg Thieme Verlag; 2019. doi:10.1055/b-006-163285.
Huppelsberg J, Walter K. Kurzlehrbuch Physiologie. 4th ed. Stuttgart [u.a.]: Thieme; 2013. doi:10.1055/b-002-96275.
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