Die Auswertung einer Blutgasanalyse (BGA) erfolgt schrittweise anhand von pH, pCO₂, HCO₃⁻ und Base Excess (BE). Zuerst wird der pH-Wert beurteilt. Werte unter 7,35 sprechen für eine Azidose und Werte über 7,45 für eine Alkalose. Im zweiten Schritt wird die Ursache anhand von pCO₂, HCO₃⁻ und Base Excess (BE) eingegrenzt. Im dritten Schritt wird geprüft, ob eine Kompensation vorliegt – also eine Gegenregulation des jeweils nicht betroffenen Systems.
Ergänzend beurteilt man die Oxygenierung anhand von pO₂ und SaO₂ unter Berücksichtigung der Sauerstoffgabe (FiO₂). Weitere Laborparameter wie Laktat, Glukose und Elektrolyte helfen bei der Differenzialdiagnose. Zusätzlich kann die Anionenlücke Hinweise auf die Ursache einer metabolischen Azidose liefern.
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Quellen
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Behrends JC, Bischofberger J, Deutzmann R, Ehmke H, Frings S. Physiologie. 4th ed. Stuttgart: Thieme; 2021. doi:10.1055/b000000462.
Pape H-C, Kurtz A, Silbernagl S, eds. Physiologie. 10th ed. Stuttgart ; New York: Thieme; 2023. doi:10.1055/b000000639.
Wilhelm W, ed. Praxis der Anästhesiologie: konkret – kompakt – leitlinienorientiert. Berlin ; Heidelberg: Springer; 2018. doi:10.1007/978-3-662-54568-3.
Winterhalter M, Puschmann T, Alms C, et al. Standards in der Anästhesie: praktische Handlungsempfehlungen für die Klinik. (Winterhalter M, Puschmann T, eds.). Stuttgart ; New York: Georg Thieme Verlag; 2021. doi:10.1055/b000000060.
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