Im Rahmen der Embryonalentwicklung formt sich der zunächst flache Embryo ab der vierten Woche (p.c.) zu einem zylindrischen Körper. Bei der lateralen Abfaltung wölben sich die Seiten des Embryos nach ventral, wodurch das innere Keimblatt (Entoderm) eingeschlossen wird und sich ein primitives Darmrohr bildet. Gleichzeitig entsteht das intraembryonale Zölom, die erste Körperhöhle, aus der sich später Brusthöhle, Herzbeutel und Bauchhöhle entwickeln. Diese Höhle liegt zwischen den Blättern des Seitenplattenmesoderms, aus denen sich auch die serösen Häute wie Pleura, Perikard und Peritoneum ableiten.
Parallel dazu findet eine kraniokaudale Abfaltung statt, bei der sich Kopf- und Schwanzpol des Embryos annähern. Dadurch wird die ursprünglich kopfwärts gelegene Herzanlage nach kaudal verlagert. In diesem Zusammenhang bildet sich auch die Verbindung zwischen Darmrohr und Dottersack. Das Zwerchfell unterteilt im Verlauf die entstandene Körperhöhle. Es entsteht dabei aus mehreren embryonalen Anteilen, unter anderem aus dem Septum transversum und den pleuroperitonealen Membranen. Es liegt zunächst im Halsbereich und wandert im Verlauf der Entwicklung durch das Lungenwachstum nach unten. Dabei wird der Nervus phrenicus in seiner gesamten Länge mitgeführt, was seine spätere anatomische Lage erklärt.
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Quellen
Aumüller G, Aust G, Engele J, et al. Anatomie. 5th ed. Stuttgart: Thieme; 2020.
embryology.ch. Embryonalperiode. In: Human-Embryologie. Modul 8. Zugriff am 25. Oktober 2022. Verfügbar unter: Link
Moore KL, Persaud TVN, Torchia MG. Embryologie: Entwicklungsstadien, Frühentwicklung, Organogenese, Klinik. 6th ed. München: Elsevier, Urban & Fischer; 2013.
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