Die Compliance beschreibt die Dehnbarkeit von Lunge und Brustkorb und gibt an, wie stark sich das Lungenvolumen bei einem bestimmten Druckanstieg vergrößert. Sie hängt wesentlich von den elastischen Fasern im Lungengewebe und der Oberflächenspannung in den Alveolen ab, die durch Surfactant reguliert wird. Eine verminderte Compliance tritt beispielsweise bei Lungenfibrose auf, wo vermehrt Bindegewebe die Dehnbarkeit reduziert. Dies führt zu einer restriktiven Ventilationsstörung mit typischerweise verminderter Vitalkapazität.
Die Resistance beschreibt den Strömungswiderstand in den Atemwegen. Je kleiner der Durchmesser, desto größer ist der Widerstand. Dies ist besonders relevant bei obstruktiven Erkrankungen wie Asthma bronchiale. Hier führen entzündungsbedingte Verengungen der Bronchien zu erschwerter Ausatmung, erkennbar an einer abgeflachten, konkaven Exspirationskurve im Fluss-Volumen-Diagramm.
Zusammenfassung
Compliance
- Beschreibt die Dehnbarkeit von Lunge und Thorax bei der Einatmung
- Formel: ΔV / ΔP (Volumenänderung pro Druckänderung)
- Einflussfaktoren:
- Elastische Fasern des Lungengewebes
- Oberflächenspannung der Alveolen (reguliert durch Surfactant)
Beispiel Luftballon:
Resistance
- Beschreibt den Strömungswiderstand der Luft in den Atemwegen
- Je kleiner der Radius der Atemwege, desto höher der Widerstand
- Physikalisch erklärt durch das Hagen-Poiseuille-Gesetz
- Wenn sich der Radius halbiert, steigt die Resistance auf das 16-Fache
Asthma bronchiale (Obstruktive Ventilationsstörung)
- Pathophysiologie: Verengung der Bronchien durch Schleim, Ödem oder Muskeltonus
- Folge: erhöhte Resistance
- Klinik:
- Besonders Ausatmung erschwert
- Einatmung oft weniger betroffen, da Unterdruck die Bronchien leicht erweitert
- Fluss-Volumen-Kurve: abgeflachte, konkave Exspirationskurve
Quellen
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